Die Zunft der dunklen Dichter
von Bernhardt Goethe
Noch fehlt der Boden und des Himmels Zelt, auch jedweder Pfad der uns führt durch jene dunkle Welt. Wir schweben im Nebel ein Schleier verbirgt - das Ziel unserer Reise bleibt uns noch verwehrt. Doch stehen wir nicht still - noch verharren in Ruhe, bewegen uns stetig, um zu finden den Ort dessen Grund uns trug fort.
So streifen unsere Sinne durch fremde Spähren um zu hören was gesprochen, zu sehen was geschehen und zu fühlen, was uns wird berühren.
Stimmen und Geräusche nicht von dieser Welt - noch von Mensch oder Tier - durchdringen die Stille und suchen ihr Ziel. Niemand der sie je gehört wird ihren Klang vergessen. So hat was unser Ohr berührt in der Seele zu Veränderung geführt.
Nun zieht es uns fort von jenem Ort - um den Weg zu beschreiten durch all seine Breiten - um Erfahrung zu erhalten, bevor wir veralten - um an Wissen zu gelangen und Macht zu erlangen.
Von der Dunkelheit in ihren Bann gezogen, von Spinnen im Netz eingewoben, lieben den Schatten die Nacht und ihre Stille - durch dessen Kraft ihr Wille den Reim bestimme, der den Worten gibt Sinn um des Menschen Herz zu gewinnen und in seinen Verstand einzudringen.
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